Entering Cuba with a dog (in german)

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Am 24.12.15 bin ich nach Kuba gereist. Eigentlich ist das gar nicht so kompliziert, wie man denken könnte. Grundsätzlich muss mal mein Hundepass in Ordnung sein, und ich vor allem gegen Tollwut geimpft sein. Dies war auch die einzige Impfung die den Tierarzt am Flughafen in Havana interessiert hat. 

Aber zunächst mal def Reihe nach. Selbstverständlich musste bei der Flugticketbuchung angeben werden, dass ich die Reise mitantreten werde. Deshalb kann auch nur per Telefon bei der Fluggesellschaft gebucht werden (in diesem Fall Air France). 

( EDIT: Air France rät seit kurzem auf ihrer Internetseite, zunächst über ihre Webseite einen Flug zu buchen, und dann unmittelbar danach beim Reservierungsservice anzurufen, um den Hund (das Haustier) dazu zu buchen. Man erhält dadurch einen eventuell besseren Preis für den Flug. )

Ich bin klein genug, um in der Kabine mit zu reisen. Ich habe meine Reisetasche, in der genügend Platz zum Aufstehen, drehen und rumliegen habe. Erwähnenswert ist, dass die Fluggesellschaft jeweils 200€ pro Hin- und Rückflug berechnet (also 400€). Von den Formalitäten her um in Kuba einreisen zu können genügt wie gesagt der Hundepass und eine Bescheinigung der Botschaft, dass Herr oder Frau X.am Tag Y. mit einem Hund, welcher laut tierärztlichem Befund reisefähig sein muss, in Kuba einreisen wird. Eine Art Hundevisa…ausgestellt von der konsularischen Abteilung der kubanischen Botschaft (aus Brüssel in meinem Fall). Man kann dieses Formular auch per Post beantragen. Wichtig ist auch der Tollwut-Antikörpertest, damit es später bei der Rückkehr und der Wiedereinreise in die EU keine Probleme gibt. 

Bei unserem Hinflug nach Kuba wurde beim Einchecken der Hundepass kontrolliert, und mein Herrchen musste wie gesagt die 200€ bezahlen für das Mitnehmen eines Hundes in der Flugkabine. Das war dann aber auch schon alles an Formalitäten. Ich halte auch die 12-13 Stunden Reise ohne Probleme (Pinkeln uns so) aus. Der Tierarzt meinte, ich sollte ab so etwa 20:00 am Vorabend nichts mehr trinken (der Hinflug startete um 7:55 morgens). Dann aber im Flugzeug während dem Flug hin und wieder etwas Wasser trinken. Was ich auch so gemacht habe und wie gesagt lief alles absolut ohne “Pinkel”probleme ab. Der Tierarzt gab mir auch ein Beruhigungsmittel, welches ich aber nicht benötigte. 

In Kuba angekommen gings zuerst einmal zur Passkontrolle. Da interressierte sich keiner für mich. Ehe wir die Koffer vom Band nehmen konnten, mussten mein Herrchen und ich allerdings zum Flughafentierarzt. Obwohl es mir etwas mulmig dabei war, stellte sich das Ganze als reine Formalitätsangelegenheit heraus. Er schaute mich kurz an, und füllte dann ein Formular aus, welches mir definitiv die Einreise gestattete. Dieses Formular muss auch zur Ausreise mitgebracht werden, respektiv (ganz wichtig!!!) nach 15 Tagen Aufenthalt in Kuba, also wenn die Reise länger als 2 Wochen dauert, bei einem Tierarzt in Kuba erneuert werden (wobei ich jetzt nicht weiss, ob es egal welcher Tierarz sein kann, oder nur einige ganz bestimmte). Da unsere Reise nur 18 Tage dauerte, meinte der Flughafentierarzt, wir bräuchten das besagte Papier nicht zu erneuern nach 15 Tagen. Allerdings liess der am Tag unserer Heimreise am Flughafen anwesende Tierarzt mich nur nach einigem Hin und her und einigen “lauteren” Worten meines Herrchens mit besagtem Papier ausreisen, obwohl man uns am Tag der Einreise versicherte, die drei Tage mehr (18 anstatt 15) wären nicht so schlimm und der am Tag der Ankunft am Flughafen anwesende Tierarzt obendrein auch noch “salida 11.1.16 ok” auf das Papier gekritzelt hatte. Nun gut, nach kurzem Hin und Her war alles ok und wir konnten problemlos die Heimreise antreten. 

Bei der Heimreise interessierte sich keiner für meine Papiere am Flughafen in Paris. Ich kam ohne kontrolliert zu werden durch sämtliche Kontrollen (Pass- und Sicherheitskontrollen). 

Dies zu den Reiseformalitäten. Was Kuba selbst anbelangt, so sind Touristen mit Hunden ganz selten auf der Insel anzutreffen, um nicht zu sagen überhaupt nicht. So ist es auch nicht verwunderlich, dass fast kein Hotel Hunde akzepteiert. Da ich privat untergebracht war, war das für uns kein Problem. Allerdings akzeptieren auch nicht alle Privatvermieter Hunde, deshalb ist es sehr wichtig dies schon vor Reiseantritt genauestens abzuklären. 

Ganz überraschender Weise lies man mich allerdings des öfteren ohne Probleme in die Lobbies einiger Hotels hinein. Dies waren das Memories Occidental und das 5ta Avenida in Havana. Auch ins Hotel Nacional bin ich herein gekommen. Ich stelle mir jetzt die Frage ob es nicht auch möglich ist, eventuell, wenn man das vorher telefonisch mit dem Hotel abklärt, dass ich im Hotel zugelassen werde, obwohl fast alle kubanischen Hotels auf ihrer Internetseite angeben, dass Haustiere nicht zugelassen sind. 

Ich habe die Hitze auch relativ gut vertragen. An den ersten beiden Tagen hatte ich noch oft die Zunge heraus hängen, dies legte sich allerdings je länger ich dort war. Dazu muss ich betonen, dass Dezember/Januar auch auf Kuba Winter ist und es durchschnittlich “nur” 24-28 Grad sind (und abends noch etwas kühler), allerdings herrschten an den ersten paar Tagen auch für kubanische Verhältnisse hochsommerliche Temperaturen (um die 32).  

Was Stechmücken und sonstige Plagegeister anbelangt, hatte mein Herrchen mir ein paar Tage vor Reiseantritt ein Spot On aufgetragen (Advantix) welches bei mir immer relativ gut wirkt. Ich hatte nur ein einziges mal eine kleine Zecke zwischen den Zehen an der Vorderpfote, welche sich noch nicht einmal “eingebohrt” hatte. Mein Herrchen kontrollierte nach jedem Spaziergang meine Pfoten und hat sie wohl deshalb noch rechtzeitig entdeckt. Futter hatte ich von hier aus mitgenommen (Trockenfutter) und ich bekam ab und zu gekochte Hühnerbrust zum Essen. Trinkwasser gabs nur aus der Flasche. 

Wie gesagt, bei der Unterbringung könnte es mit Hunden Probleme geben, wenn man sich aber rechtzeitig auf die Suche nach einer geeigneten Privatunterkunft macht, und die einigen wenigen Formalitäten zwecks Einreise in Kuba und Mitnahme im Flugzeug beachtet, steht einer angenehmen Reise nach Kuba mit Hund eigentlich nichts im Wege.